Posts tagged "kapital"

„Die Kritik hat                  die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der                  Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit                  er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik                  der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle,                  seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand                  gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um                  seine wirkliche Sonne bewege.“
Karl Marx „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie” in: MEW,                      Band  1,  S. 379

„Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege.“

Karl Marx „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie” in: MEW, Band  1,  S. 379

(Quelle: faqueers)


Stellen wir uns endlich, zur Abwechslung, einen Verein freier Menschen vor […].
Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. MEW 23, Band I, S. 92. 

Zur Vermeidung möglicher Mißverständnisse ein Wort. Die Gestalten von Kapitalist und Grundeigentümer zeichne ich keinesweges in rosigem Licht. Aber es handelt sich hier um die Personen nur, soweit sie die Personifikation ökonomischer Kategorien sind, Träger von bestimmten Klassenverhältnissen und Interessen. Weniger als jeder andere kann mein Standpunkt, der die Entwicklung der ökonomischen Gesellschaftsformation als einen naturgeschichtlichen Prozeß auffaßt, den einzelnen verantwortlich machen für Verhältnisse, deren Geschöpf er sozial bleibt, so sehr er sich auch subjektiv über sie erheben mag.
Karl Marx: Das Kapital (Vorwort zur ersten Auflage) London, 25.Juli 1867

Detlev Claussen »Kleine Frankfurter Schule des Essens und Trinkens« (1987)

wir sind nicht mehr wert als unser mehrwert.
höhö..
..das war freundeskreis!

wir sind nicht mehr wert als unser mehrwert.

höhö..

..das war freundeskreis!


Magnus Klaue sagt an:

“Selbst an den Universitäten lächelt jeder Juniorprofessor wie Robin Williams und strukturkonservative Dozenten werden von Bachelorstudenten gefragt, warum man denn keine Gruppenarbeit macht. Der Individualforscher, der alleine über seinen Büchern arbeitet, ist ersetzt worden durch den Motivationstrainer, für den noch die verbindlichste Erkenntis ein Ereignis ist und der den Examenskandidaten, deren Anzahl ein Kriterium für seine Evaluation ist, die Wahrheit aufschwatzen muss wie ein Fokusabonnement.”

Der Veranstaltungsmitschnitt von “Die Bildung als Widersacher des Geistes” mit Magnus Klaue ist nun endlich online.

dazu auch:

Protektion und Protest

Die „offene Universität“ als Wunschbild und Albtraum


Wird im Spätkapitalismus überhaupt noch Neues hervorgebracht, das einer so behaupteten Analyse würdig wäre? Selbstverständlich geht es nicht um Würde, doch halte ich ich das Wort aus der Dialektik der Aufklärung entscheidend und keine Theorie der Armut kommt umhin, festzuhalten:
„Kultur heute schlägt alles mit Ähnlichkeit“
War das materielle und ideelle Klima zu Benjamins Stunde wesentlich anders? Wo ist der Sürrealismus “unserer Zeit”? Oder gar Tumblr als ein Medium der bad new ones? Zitieren alleine macht nicht den Weg zum Kommunismus und die Erfahrungsarmut des Kollektiv ist eher selbstbezeichnend als großes Sprungbrett.

Wird im Spätkapitalismus überhaupt noch Neues hervorgebracht, das einer so behaupteten Analyse würdig wäre? Selbstverständlich geht es nicht um Würde, doch halte ich ich das Wort aus der Dialektik der Aufklärung entscheidend und keine Theorie der Armut kommt umhin, festzuhalten:

Kultur heute schlägt alles mit Ähnlichkeit

War das materielle und ideelle Klima zu Benjamins Stunde wesentlich anders? Wo ist der Sürrealismus “unserer Zeit”? Oder gar Tumblr als ein Medium der bad new ones? Zitieren alleine macht nicht den Weg zum Kommunismus und die Erfahrungsarmut des Kollektiv ist eher selbstbezeichnend als großes Sprungbrett.


Interview mit Roberto Yáñez Betancourt y Honecker, Enkel Erich Honeckers

Auch die blinde Angst vor der Zukunft, die nichts anderes ist als ein Reflex auf die ökonomische Krise, dient dazu, das Unglück erst vollkommen zu machen, vor dem sie angeblich warnen will. Von der einen mystischen, unerschöpflichen großen Zukunftsangst werden dann die vielen kleinen Ängste abgezweigt, welche die Bürger in gefährliche Angstbeißer verwandeln, die unter dem Vorwand, die Ausländer, die Fremden, die Schwarzen, die Gelben, die Roten zu fürchten, nur ihre finstre Entschlossenheit kaschieren, all diesen Personen wie gehabt bei nächstbester Gelegenheit den Hals umzudrehen.
Wolfgang Pohrt - Gewalt und Politik, 230

(Quelle: junesixon)


John Lennon - Working Class Hero

As soon as your born they make you feel small,
By giving you no time instead of it all,
Till the pain is so big you feel nothing at all,
A working class hero is something to be,
A working class hero is something to be.
They hurt you at home and they hit you at school,
They hate you if you’re clever and they despise a fool,
Till you’re so fucking crazy you can’t follow their rules,
A working class hero is something to be,
A working class hero is something to be.
When they’ve tortured and scared you for twenty odd years,
Then they expect you to pick a career,
When you can’t really function you’re so full of fear,
A working class hero is something to be,
A working class hero is something to be.
Keep you doped with religion and sex and TV,
And you think you’re so clever and classless and free,
But you’re still fucking peasents as far as I can see,
A working class hero is something to be,
A working class hero is something to be.
There’s room at the top they are telling you still,
But first you must learn how to smile as you kill,
If you want to be like the folks on the hill,
A working class hero is something to be.
A working class hero is something to be.
If you want to be a hero well just follow me,
If you want to be a hero well just follow me.

10 Mal abgespielt

Fettes Brot - An Tagen wie diesen.

Ich seh ein Kind in dessen traurigen Augen ne Fliege sitzt

weiß dass das echt grausam ist

doch scheiße man ich fühle nichts

was ist was denn bloß los mit mir verdammt wie ist das möglich

vielleicht habs ich schon zu oft gesehen

man siehts ja beinahe täglich

doch warum kann mich mitlerweile nichtmal das mehr erschrecken

wenn irgendwo irgendwo Menschen in dreckigem Wasser verrecken

dieses dumpfe Gefühl

diese Leere im Kopf

sowas kann uns nicht passiern

und was wäre wenn doch

und mich zerreissen die Fragen

ich kann den scheiß nicht ertragen

die andern nichts mehr zu Fressen und ich hab Steine im Magen.


»Die Vorstellung vom Klassenkampf kann irreführen. Es handelt sich in ihm nicht um eine Kraftprobe, in der die Frage: wer siegt, wer unterliegt? entscheiden würde, nicht um ein Ringen, nach dessen Ausgang es dem Sieger gut, dem Unterlegenen aber schlecht gehen wird. So denken, heißt die Fakten romantisch vertuschen. Denn mag die Bourgeoisie im Kampfe siegen oder unterliegen, sie bleibt zum Untergang durch die inneren Widersprüche, die ihr im Laufe der Entwicklung tödlich werden, verurteilt. Die Frage ist nur, ob sie an sich selber oder durch das Proletariat zugrunde geht. Bestand oder das Ende einer dreitausendjährigen Kulturentwicklung werden durch die Antwort darauf entschieden. Geschichte weiß nichts von der schlechten Unendlichkeit im Bilde der beiden ewige ringenden Kämpfer. Nur in Terminen rechnet der wahre Politiker. Und ist die Abschaffung der Bourgeoisie nicht bis zu einem fast berechenbaren Augenblick der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung vollzogen (Inflation und Gaskrieg signalisieren ihn), so ist alles verloren. Bevor der Funke an das Dynamit kommt, muss die brennende Zündschnur durchschnitten werden. Eingriff, Gefahr und Tempo des Politikers sind technisch - nicht ritterlich.«

Walter Benjamin Einbahnstraße.

Bereits ein Anflug an Untergangssehnsucht?


»Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache, so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.«
Karl Marx

Die (deutsche) Misere